Suchfunktion

Internationaler Drogenschmuggler vor Gericht

Datum: 29.08.2017

Kurzbeschreibung: Landgericht Baden-Baden verhandelt gegen einen aus Frankreich ausgelieferten Angeklagten

Hartnäckige Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Baden-Baden münden in einem Strafverfahren, das am 07.09.2017 um 09:00 Uhr mit Fortsetzungen am 11., 13., 27.09. und 05., 09. und 10.10.2017 beginnen wird. Ausgangspunkt des Verfahrens war die Festnahme mehrerer gambischer Rauschgiftschmuggler, die insbesondere im Dezember 2015 in Deutschland erfolgte, nachdem diese Personen mit einer Billigfluglinie von Spanien nach Deutschland geflogen und jeweils mehrere Kilogramm Marihuana eingeschmuggelt hatten. Umfangreiche verdeckte Ermittlungen, insbesondere Telefonüberwachungsmaßnahmen in Berlin und in Spanien, die die Staatsanwaltschaft veranlasste, führten nach dem Einfuhrschmuggel von 7,4 Kilogramm Marihuana am 27.12.2016 beim Flughafen Karlsruhe-Baden-Baden zur Ermittlung eines jungen Mannes gambischer Staatsangehörigkeit, der von Berlin aus nach Karlsruhe gefahren war, um hier das Marihuana von dem Kurier entgegenzunehmen. Nachdem die Telefonüberwachungsmaßnahmen bei dieser Person einen regen gewerbsmäßigen Rauschgifthandel in Berlin nahelegten, erließ das Amtsgericht Baden-Baden einen Haftbefehl, der im April 2016 vollstreckt wurde. Dieser Berliner Rauschgifthändler wurde nach mehr als 7 Monate währender Hauptverhandlung am 09.05.2017 vom Landgericht Baden-Baden zu einer hohen Freiheitsstrafe verurteilt. Recherchen der Staatsanwaltschaft Baden-Baden ergaben zuvor schon Erkenntnisse zu weiteren Schmuggelfahrten, u.a. zu einer Tat vom 07.12.2015, bei der ein anderer gambischer Staatsangehöriger in gleicher Weise nach Deutschland gekommen, 6,6 Kilogramm Marihuana eingeschmuggelt hatte und in Berlin-Schönefeld festgenommen worden war. Dem jetzt angeklagten 36jährigen Angeklagten wird zu Last gelegt, u.a. diese beiden Kuriere in Spanien angeworben, mit Rauschgift ausgestattet und auf den Weg nach Deutschland geschickt zu haben. Am 09.01.2017 hatte die internationale Fahndung nach ihm Erfolg: Als er in Paris aus dem Flugzeug stieg, wurde er von der französischen Polizei, der der Europäische Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Baden-Baden vorlag, festgenommen. Mitte Februar 2017 wurde der Angeklagte aus Frankreich nach Deutschland ausgeliefert und muss sich nun wegen zwei Fällen der Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte auch für zahlreiche weitere Schmuggelfahrten verantwortlich ist, die aber nicht Gegenstand dieses Verfahrens sind.

Fußleiste