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Uneinsichtiger Rauschgifthändler in Haft

Datum: 04.08.2017

Kurzbeschreibung: Observation führt zur Festnahme in Baden-Baden

Die Ermittlungsgruppe Rauschgift beim Polizeirevier Baden-Baden kann einen weiteren Erfolg verbuchen: Im Herbst 2016 war ein damals 20jähriger deutscher Staatsangehöriger aus Baden-Baden in den Verdacht geraten, gewerbsmäßig mit Cannabis zu handeln, obwohl er unter einschlägiger Bewährung steht. Bei einer Wohnungsdurchsuchung im November stellten die Polizeibeamten ein Mobiltelefon sicher, dessen Auswertung zahlreiche Rauschgiftgeschäfte mit ca. 30 Abnehmern ergab, gegen die Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden. Im Juni 2017 gab es Hinweise, dass der junge Mann, nunmehr 21 Jahre alt, nichts gelernt hatte und die Finger nicht von Drogen lassen konnte. Ein reger Besucherverkehr sei zu verzeichnen. Die Staatsanwaltschaft ordnete daraufhin eine Observation an, die durch speziell geschulte Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz durchgeführt wurde. Schon beim ersten Einsatz konnten nach wenigen Minuten die ersten beiden Rauschgiftkäufer beobachtet und ihnen, abgesetzt vom Zielobjekt, das kurz zuvor erworbene Cannabis abgenommen werden. Beim zweiten Einsatz am 26. Juli reichte die Beweislage aus, um eine Wohnungsdurchsuchung durchzuführen. Bei der Übergabe von Haschisch an einen weiteren Abnehmer wurde der Beschuldigte auf der Maximilianstraße in Baden-Baden festgenommen. Hierbei wurde auch ein Messer sichergestellt, das der Beschuldigte zur Absicherung seiner Rauschgiftgeschäfte mit sich führte. In der Wohnung der Freundin des Beschuldigten, bei der dieser sich unangemeldet aufgehalten hatte, fanden die Polizeibeamten eine Platte Haschisch und ca. 50 schon verkaufsfertig gerichtete Plomben mit 1-2 Gramm Haschisch. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Haftrichter beim Amtsgericht Baden-Baden einen Haftbefehl wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und auch wegen gefährlicher Körperverletzung und fahrlässiger Körperverletzung, da der Beschuldigte auch ein glühendes Bügeleisen aus dem Oberschenkel seiner Freundin gedrückt haben und für die Kopfverletzung eines Mannes verantwortlich sein soll, die dieser sich auf der Flucht vor dem Beschuldigten zuzog, als dieser ihn mit einem Messer bedrohte. Für eine Straftat des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sieht das Gesetz eine Mindesstrafe von 5 Jahren vor. Damit konfrontiert legte der sichtlich geschockte Beschuldigte ein Geständnis ab und wurde dann in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert, die er die nächsten Jahre voraussichtlich nicht verlassen wird.

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