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Drogenlabor ausgehoben

Datum: 04.07.2017

Kurzbeschreibung: Ermittlungserfolg nach Verkehrskontrolle in Rastatt

Den richtigen Riecher hatte eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Rastatt am 02. Juli. Bei einer Streifenfahrt in den frühen Morgenstunden fiel den Beamten in der Stadtmitte von Rastatt ein Pkw auf, der ungewöhnlich langsam fuhr. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass der Fahrer unter Drogenwirkung stand. Dies war Anlass für die Polizeibeamten, den Pkw und den Fahrer genauer in Augenschein zu nehmen. Neben ca. 25 Gramm Cannabis fanden die Polizisten auch kleinere Mengen Amphetamin. Da der Beschuldigte schon früher einmal mit einem Drogendelikt aufgefallen war, ließen die Beamten nicht locker und nahmen Kontakt mit der Staatsanwaltschaft auf, die über den Bereitschaftsrichter Durchsuchungsanordnungen erwirkte. In dem Jugendzimmer, dass der 25jährige Beschuldigte in der elterlichen Wohnung im Landkreis Rastatt noch hat, fand die Polizei eine Kleinmenge chemischer Drogen, die offensichtlich versandbereit dort lag. Die Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten in Bayern erwies sich dann als Volltreffer: Die Schutzpolizei, die im Auftrag des Polizeireviers Rastatt die Wohnung betrat, ging schnell wieder heraus und versiegelte die Wohnung, denn darin befand sich nicht nur ca. 50 Gramm Marihuana, sondern auch ein größeres Drogenlabor. Dieses wurde noch am gleichen Tag von Beamten des bayerischen Landeskriminalamtes und Chemikern abgebaut und abtransportiert. Nach bislang vorliegenden Erkenntnissen wären die dort vorhandenen Chemikalien und Gerätschaften ausreichend gewesen, größere Mengen Amphetamin und Methamphetamin herzustellen. Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden hat inzwischen das Ermittlungsverfahren wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge an die für den Wohnort zuständige bayerische Staatsanwaltschaft abgegeben.

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