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Brandstiftung in der Rappenstraße in Rastatt

Datum: 03.04.2019

Kurzbeschreibung: Hauptverhandlung vor dem Landgericht Baden-Baden

Am 09.04.2019 um 09:00 Uhr mit Fortsetzungen am 10.04. und 15.04.2019 jeweils zur gleichen Zeit verhandelt die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Baden-Baden (Sitzungssaal 118) gegen einen 26jährigen deutschen Staatsangehörigen, dem ein Verbrechen der besonders schweren Brandstiftung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in drei tateinheitlichen Fällen und mit fahrlässiger Körperverletzung zur Last gelegt wird. Dem mehrfach vorbestraften Angeklagten wird zur Last gelegt, in den frühen Morgenstunden des 18.09.2018 in seiner Wohnung in der Rappenstraße in Rastatt vorsätzlich einen Brand gelegt zu haben, wobei er wusste, dass sich zu diesem Zeitpunkt noch weitere Personen in dem Gebäude - wohl schlafend - aufhielten. Er habe die Wohnung verschlossen und das Anwesen verlassen und eine halbe Stunde später anonym über den Notruf den Brand gemeldet. In der Zwischenzeit hatte einer der Mitbewohner bereits Rauch festgestellt und begonnen, weitere Personen zu warnen. Mehrere Polizeistreifen eilten nach dem Notruf zu dem Brandort. Unter erheblicher Eigengefährdung leiteten die Polizeibeamten in dem brennenden Gebäude Rettungsmaßnahmen ein. Es gab eine starke Rauchentwicklung, der Brand entwickelte sich schnell zu einem Vollbrand, so dass Löscharbeiten nur noch von außen möglich waren. Da das Feuer auf Nachbargebäude überzugreifen drohte, mussten 69 Personen aus Nachbargebäuden evakuiert werden. Mehrere Personen wurden durch das Geschehen verletzt, an dem Gebäude entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 616.000,- Euro, an einem der Nachbargebäude Sachschaden in Höhe von ca. 100.000,- Euro. Der die Tat im Wesentlichen bestreitende Angeklagte war nach der Tat untergetaucht und konnte am 24.09.2019 verhaftet werden. Er befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft.

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