Suchfunktion

Islamfeindliche Hetze führt vor Gericht

Datum: 03.07.2019

Kurzbeschreibung: Islamfeindliche Äußerungen haben gerichtliches Nachspiel

Einem vielfach vorbestraften, berufs- und erwerbslosen deutschen Staatsangehörigen wird ein Vergehen der Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen gemäß § 166 Abs. 2 des Strafgesetzbuchs vorgeworfen, und wegen dieser Tat steht der 38Jährige am 09.07.2019 um 13:45 Uhr vor dem Strafrichter des Amtsgerichts Rastatt (Saal 139). Ihm wird zur Last gelegt, Ende März 2019 von Durmersheim aus in alkoholisiertem Zustand über Facebook (mit Rechtschreibfehlern gespickte) Texte veröffentlicht haben, in denen er angekündigt habe, "live" einen Koran zu verbrennen und große Mengen Schweineblut während eines Gebetes in einer Moschee über Betende zu schütten. Zugleich habe er die Leser um Verbesserungsvorschläge gebeten. Mehrere hundert Personen hätten diese Texte gelesen und - zumindest teilweise - zustimmend gehässig kommentiert. Noch am gleichen Tag hatte eine Leserin die Polizei von den Texten informiert. Die Polizei leitete intensive Fahndungsmaßnahmen nach dem in anderer Sache mit Haftbefehl gesuchten Mann ein, der sich wenige Tage später den Behörden stellte.

Fußleiste