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Autobahn-Steinewerfer vor Gericht

Datum: 29.05.2019

Kurzbeschreibung: Hauptverhandlung vor dem Schwurgericht wird fortgesetzt

Am 27.05.2019 begann vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Baden-Baden die Hauptverhandlung gegen einen 37-jährigen rumänischen Staatsangehörigen, dem zur Last gelegt wird, im Zustand der Schuldunfähigkeit zwischen dem 03.06. und 07.09.2018 in drei Fällen von einer über die BAB A5 führenden Brücke auf Gemarkung Baden-Baden Pflastersteine auf fahrende Pkw geworfen zu haben, hierbei in Kauf nehmend, dass Fahrzeuginsassen zu Tode kommen würden, also den Tatbestand des versuchten Mordes in drei Fällen, teilweise in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr, der Sachbeschädigung bzw. der gefährlichen Körperverletzung, erfüllt zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte an einer paranoiden Schizophrenie leidet, infolge seines Zustandes aber weitere erhebliche rechtswidrige Taten von ihm zu erwarten sind, weshalb eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angestrebt wird. Nachdem mehrere Geschädigte die einzelnen Schadensereignisse geschildert und auch der Angeklagte - mit gewissen Abweichungen - die Steinwürfe eingeräumt hat, werden in der Fortsetzungsverhandlung vom 05.06.2019 um 09:00 Uhr (Saal 118) ermittelnde Polizeibeamte und ein Sachverständiger zu Wort kommen. Ob an diesem Tag oder erst im weiteren Fortsetzungstermin am 11.06.2019 ein Urteil gefällt wird, ist noch unklar.

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