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Kokain, Marihuana und Waffen: Rocker vor Gericht

Datum: 27.06.2019

Kurzbeschreibung: Hauptverhandlung vor dem Landgericht Baden-Baden

Das gute Gespür von Beamten des Autobahnpolizeireviers Bühl am 22.11.2018 führt zu einem Strafprozess, der am 02.07.2019 um 09:30 Uhr einem 29jährigen deutschen Staatsangehörigen bei der Großen Strafkammer des Landgerichts Baden-Baden gemacht wird. Dem Angeklagten wird bewaffnetes Handeltreiben mit Kokain in nicht geringer Menge und Handeltreiben mit Marihuana in nicht geringer Menge zur Last gelegt. Der Angeklagte wurde am 22.11.2018 an der Tank- und Rastanlage an der BAB A5 bei Baden-Baden einer polizeilichen Kontrolle unterzogen. Die aufmerksamen Polizeibeamten fanden nicht nur bei der Überprüfung des Fahrzeuges 500 Gramm Kokain höchster Qualität, sondern bei dem für Rauschgiftdelikte zuständigen Staatsanwalt in Baden-Baden ein offenes Ohr, der nicht nur einen Haftbefehl beantragte, sondern auch die Durchsuchung der Geschäftsräume des Angeklagten in Bühl veranlasste, wo noch ca. 90 Gramm Marihuana guter Qualität sichergestellt wurde. Durch kriminaltechnische Untersuchungen am Verpackungsmaterial des Kokains konnte in den folgenden Wochen auch der Lieferant des Angeklagten identifiziert und in Haft genommen werden. Bei diesem - jetzt von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe - verfolgten Beschuldigten wurden mehrere Kilogramm harter Drogen sichergestellt. Da der Angeklagte bei dem Transport des Kokains, das er in Rastatt wenige Minuten vor seiner Festnahme übernommen haben soll, auch ein Messer griffbereit mit sich führte, steht ein Verbrechen des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge im Raum, das eine Mindeststrafe von 5 Jahren vorsieht. Ob der Angeklagte nach wie vor beim MC Gremium aktiv ist oder ob er zwischenzeitlich Abstand von dieser Gruppierung genommen wird, wird - möglicherweise - die Hauptverhandlung zeigen.

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